Wettbewerb 2.Preis

Shukavati Zentrum, Bad Saarow

Buddhistisches Zentrum - Wettbewerb 2011

Das Projekt „buddhistisches Wohnprojekt und Zentrum für spirituelle Begleitung am Scharmützelsee in Bad Saarow“ möchte Menschen vor allem in Phasen größter Verwundbarkeit, „in Zeiten von Krise oder Krankheit, im Alter, am Lebensanfang und -ende“ einen Ort schaffen, an dem spirituelle Begleitung, durch die individuellen Lebenssituationen möglich ist. Das Zentrum soll an einem Seegrundstück in Bad Saarow entstehen. Bad Saarow war ab Anfang des vergangenen Jahrhunderts vor allem für die nahen Berliner Großstädter ein Erholungsort. Diese schätzten genau - wie heute auch - die Nähe zur Natur. Diese ist von waldreichen und parkähnlichen Grundstücken der Gründerjahre der Villenkolonie geprägt, die Anfang des vergangen Jahrhunderts als Naherholungsgebiete angelegt wurden. Die Nähe zum Wald und zum See prägt auch die gesamte Atmosphäre des Baugrundstücks. Das Projekt soll seinen Besuchern einen Ort der inneren Einkehr bieten, es soll seinen Bewohnern ermöglichen, den Weg zu innerer Freiheit zu beschreiten. Der Respekt vor der Natur und die Atmosphäre des Ortes waren der Leitfaden des gesamten Entwurfes. Das Zentrum soll sich natürlich an dem Ort einfinden und respektvoll mit der Natur und der Umgebung interagieren.

Landschaftskonzept Das Landschaftskonzept versteht sich als Minimaleingriff. Der für das Ufer typische Baumbestand und Pflanzbewuchs wird dazu bis zur Straße weitergeführt. Dazu wird sich an der lokalen Biotoppalette bedient, die im Wesentlichen aus Kiefer, Birke, Eichen und Farnen besteht. Dieser Biotop-Charakter spiegelt die brandenburger Landschaft wider und wird das gesamte Grundstück atmosphärisch prägen. Auf ein Inszenieren der Natur wird bewusst verzichtet. Bis auf einen Zugang zum See und zum Boothaus, soll sich der Bewohner in der „unbehandelten“ Natur bewegen.

Baukonstruktion Die einzelnen Gebäudeteile zeichnen sich durch eine kompakte und klare Strukturierung aus und lassen ein wirtschaftliches Bauen erwarten. Die Grundstruktur der einzelnen Gebäudeteile ist repetetiv angelegt. Ein späteres Zusammenlegen bzw. Trennen von Apartments, wird in der Grundkonstruktion berücksichtigt. Die innere Tragstruktur ist als Massivbau konzipiert. Innenwände und Wände zu den Fluren werden als ausgefachte Lehmwände ausgeführt. Die Gebäudehülle ist als Holzständerbau geplant. Diese Mischkonstruktion verbindet wirtschaftliches mit hoch-wärmegedämmtem Bauen. Der Gebäudekern wird bauteilaktiviert und dient dem Gebäude als Wärmespeicher. In Verbindung mit dem Lehmkern (der zudem feuchteregulierend wirkt) entsteht so natürlich ein gesundes Raumklima ohne das umfangreiche Haustechnik erforderlich ist. Die Fassade besteht aus einer Holzschalung mit Schwartenbrettern (Baumkante), die einen direkten Bezug zur Umgebung herstellen, und dem Gebäude eine archaische, haptische Hülle verleihen. Durch die Materialität und die vertikale Struktur korrospondiert die Fassade unmittelbar mit dem umgebenden Wald. Durch den Verlauf der Sonne und die Bewegung des Betrachters entsteht ein sich wandelndes Bild vom Gebäude. Diese „Gebäudemembran“ löst sich in den Bereichen der Loggien von der Außenwand und dient dem Gebäude als außen liegendes Abschattungssystem, das von den umgebenden Bäumen im Sommer ergänzt wird.

Ökologie, Nachhaltigkeit und Cradle to Cradle Das Projekt „buddhistisches Wohnprojekt und Zentrum für spirituelle Begleitung am Scharmützelsee in Bad Saarow“ möchte Menschen vor allem in Phasen größter Verwundbarkeit, „in Zeiten von Krise oder Krankheit, im Alter, am Lebensanfang und -ende“ einen Ort schaffen, an dem spirituelle Begleitung, durch die individuellen Lebenssituationen möglich ist. Das Zentrum soll an einem Seegrundstück in Bad Saarow entstehen. Bad Saarow war ab Anfang des vergangenen Jahrhunderts vor allem für die nahen Berliner Großstädter ein Erholungsort. Diese schätzten genau - wie heute auch - die Nähe zur Natur. Diese ist von waldreichen und parkähnlichen Grundstücken der Gründerjahre der Villenkolonie geprägt, die Anfang des vergangen Jahrhunderts als Naherholungsgebiete angelegt wurden. Die Nähe zum Wald und zum See prägt auch die gesamte Atmosphäre des Baugrundstücks. Das Projekt soll seinen Besuchern einen Ort der inneren Einkehr bieten, es soll seinen Bewohnern ermöglichen, den Weg zu innerer Freiheit zu beschreiten. Der Respekt vor der Natur und die Atmosphäre des Ortes waren der Leitfaden des gesamten Entwurfes. Das Zentrum soll sich natürlich an dem Ort einfinden und respektvoll mit der Natur und der Umgebung interagieren.

Bauherr: Sukhavati Zentrum für Spiritual Care
Typologie: Konferenz Zentrum
BGF: 3.400 m²
Team: Klaus Günter, Jörg Finkbeiner, Christian Necker, Max Steinbächer

Cradle To Cradle-Kompass

Materials/Resources
Energy Supply
Water Management
Maintenance
Social Values
Diversity