Nominierung Mies van der Rohe Award 2015

Spreefeld, Berlin

Genossenschaftliches Wohnen an der Spree

Neubau von drei 7-geschossigen Passivhäusern in Hybridbauweise

Das Genossenschaftsprojekt besteht aus drei freistehenden Gebäuden mit Dachterrassen die einen Innenhof bilden, der zusammen mit dem Spreeufer sowie den öffentlichen Erdgeschosszonen zu einem attraktiven, öffentlichen Raum ausgebildet wird. Über den öffentlichen Erdgeschosszonen mit großzügigen Deckenhöhen beginnen die Wohnungen, welche nach den üblichen Baugruppenmodellen zusammen mit den Bewohnern entwickelt wurden. Halböffentliche Gemeinschaftsflächen wurden auf den Dächern der Gebäude eingerichtet, welche mit Hängebrücken untereinander verbunden sind, um einen zusammenhängenden, gemeinsam nutzbaren Raum zu schaffen. Die Gebäude werden in Stahlbetonbauweise errichtet und erhalten eine Fassade aus einer Holzständerkonstruktion. Die äußerste Dämmschicht aus Holzweichfaserplatten dient als Putzträger und umhüllt die gesamten Gebäude. Für die drei Passivhäuser wurde ein ausgeklügeltes Energiekonzept entwickelt, bei welchem Geothermie in den Pfahlfundamenten zum Einsatz kommt. Dieses Heizsystem wird zusätzlich von einer Holzpelletheizung sowie einer Eisspeicherheizung unterstützt. Zur autarken Stromgewinnung werden auf allen Dächern der drei Gebäude Photovoltaikanlagen errichtet.

Bauherr: Spreefeld Wohn- und Baugenossenschaft
Typologie: Wohnungsbau
Ort: Berlin, Deutschland
BGF: 10.000m²
Fertigstellung: 2014
Architekten: Carpaneto/Schöningh, FAT Köhl, BAR Architekten mit Partner und Partner Architekten
Team: Klaus Günter, Jörg Finkbeiner, Ufuk Sagir, Ulrike Kube, Max Steinbächer
Fotos: Ute Zscharnt, Michael Matuschka, Jörg Finkbeiner