



Das Konzept folgt dabei einer Doppelstrategie: Der konsequenten Verwendung von Reuse-Materialien in allen Bauteilschichten und der Integration nachwachsender Baustoffe, die in der Regel nicht stofflich verwendet werden, sondern einer thermischen Verwertung zugeführt werden. Durch die Kombination der zirkulären und regenerativen Strategie, werden vorhandene BaustoĴe wieder- und weiterverwendet und gleichzeitig Biogenes CO2 in der Konstruktion eingelagert, anstatt durch eine thermische Verwertung in die Atmosphäre zu gelangen. Dies ermöglicht sowohl Kompensation (Vermeidung neuer Emissionen) als auch Regeneration (Einlagern von CO2 aus der Biosphäre).

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Gründung. Aufgrund des im Bodengutachten beschriebenen Risikos ungleicher Setzungen wird auf Einzelfundamente verzichtet. Stattdessen lagern die Stützen auf lastverteilenden Betonbalken, die auf einem ein Meter tiefen, zweilagig mit Geotextilien bewehrten Gründungspolster aufliegen. Zur Reduktion nicht-regenerativer Ressourcen wird die Wiederverwendung von Bestandsbetonbalken vorgeschlagen. Diese werden zu einem biegesteifen
Gründungsbalken verbunden, indem Bewehrung eingeklebt, Stöße verschweißt und ausbetoniert werden. ErhöhteBetondeckungen lassen sich durch Verlegung im Mörtelbett oder eine dünner ergänzende Frischbetonschicht erreichen. So verringert sich der Betonverbrauch
erheblich - ein ökologischer Vorteil.




