

Hiroshima - der Ort, an dem sich die Menschheit der Absolutheit Ihrer Fähigkeiten gewahr wurde, soll ein Ort der Reflektion und Stille entstehen, der als eine Aufforderung verstanden werden kann, die Verantwortung für uns und den Planeten anzunehmen. Denn neben der zerstörerischen Kraft die in unseren Händen liegt, sollten wir uns gleichzeitig der Schönheit und der Potentiale gewahr werden, die in gemeinschaftlichen positiven Strategien liegen können.

Das Projekt erzeugt ein Wechselspiel zwischen Innen und Außen und interagiert mit der umgebenden Natur. Dadurch entstehen Räume die, abhängig vom Wetter und der Tages- und Jahreszeit, den Besucherinnen und Besucher einen inneren Dialog ermöglichen, ohne eine didaktische oder moralische Richtung vorgeben.
Das Projekt soll dabei ein positives Beispiel dafür sein, wie Architektur mit regenerativen Strategien funktionieren und zum Erhalt des Planeten beitragen kann.

Organischer Metabilsmus
Die Rauminstallation selbst soll diese Potentiale beispielhaft transportieren. Durch die Platzierung als schwimmende Konstruktion in der Bucht von Hiroshima platziert, sich das Projekt auf dem Wasser und beansprucht und versiegelt keinerlei Landfläche. Der Abstand zur Stadt erzeugt dabei einen distanzierten Blick auf den Ort der damaligen Zerstörung und die Regeneration und den Überlebenswillen der Bewohnerinnen und Bewohner seit dem Ereignis vor 80 Jahren.
Die bauliche Struktur zitiert historische Tempel des Shintoismus bzw. Buddhismus und folgt dabei dem Prinzip eines „organischen Metabolismus“ - eine Struktur ohne Anfang und ohne Ende. Die Geometrie basiert dabei auf unregelmäßigen Fünfecken, die modular aufgebaut sind. Es handelt sich weniger um ein Gebäude, eher um eine Raumskulptur zur inneren Einkehr und Reflektion.
