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the last nuclear bomb memorial

2025

Die Atombombenexplosion am 06.08.1945 in Hiroshima stellte einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte dar. Damals zeigte sie sich zum ersten Mal in der Lage und auch willens, Technik zu entwickeln und anzuwenden, die in der Lage war, das Leben auf dem Planeten zu vernichten. Das Leid der betroffenen Menschen in Hiroshima war unermesslich, und mit diesem Ereignis war ein Moment erreicht, der weit über diesen Tag hinausreichte.

Es ist kaum vorstellbar, aber eine traurige Tatsache, dass sich die nukleare Bedrohung heute einreiht in weitere menschengemachte, existenzbedrohende Tatsachen: die Klimakrise und das weltweite Artensterben. Auf der anderen Seite ist die Menschheit aber auch intellektuell und technisch dazu in der Lage, eine positive, regenerative und solidarische Zukunft zu ermöglichen. Beide Szenarien sind denkbar. Wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen.

Hiroshima – der Ort, an dem sich die Menschheit der Absolutheit ihrer Fähigkeiten gewahr wurde –, soll ein Ort der Reflexion und Stille entstehen, der als eine Aufforderung verstanden werden kann, die Verantwortung für uns und den Planeten anzunehmen. Denn neben der zerstörerischen Kraft, die in unseren Händen liegt, sollten wir uns gleichzeitig der Schönheit und der Potenziale gewahr werden, die in gemeinschaftlichen, positiven Strategien liegen können.

Das Projekt erzeugt ein Wechselspiel zwischen Innen und Außen und interagiert mit der umgebenden Natur. Dadurch entstehen Räume die, abhängig vom Wetter und der Tages- und Jahreszeit, den Besucherinnen und Besucher einen inneren Dialog ermöglichen, ohne eine didaktische oder moralische Richtung vorgeben.

Das Projekt soll dabei ein positives Beispiel dafür sein, wie Architektur mit regenerativen Strategien funktionieren und zum Erhalt des Planeten beitragen kann.

Organischer Metabilsmus

Die Rauminstallation selbst soll diese Potenziale beispielhaft transportieren. Durch die Platzierung als schwimmende Konstruktion in der Bucht von Hiroshima befindet sich das Projekt auf dem Wasser und beansprucht oder versiegelt keinerlei Landfläche. Der Abstand zur Stadt erzeugt dabei einen distanzierten Blick auf den Ort der damaligen Zerstörung sowie auf die Regeneration und den Überlebenswillen der Bewohnerinnen und Bewohner seit dem Ereignis vor 80 Jahren.

Die bauliche Struktur zitiert historische Tempel des Shintoismus bzw. Buddhismus und folgt dabei dem Prinzip eines „organischen Metabolismus“ – einer Struktur ohne Anfang und ohne Ende. Die Geometrie basiert auf unregelmäßigen Fünfecken, die modular aufgebaut sind. Es handelt sich weniger um ein Gebäude als um eine Raumskulptur zur inneren Einkehr und Reflexion.